Marktinformation Immobilien

Meldungen zum Thema Immobilien aus dem Mai: Man muss schon genau hinschauen

Irritierende Meldung der Tagesschau klargestellt

Schön, das Sie sich für das Thema Immobilien als Geldanlage interessieren. Aber vielleicht lässt das Interesse nach, wenn Sie die Meldung der Tagesschau vom 26. Mai gelesen haben: "Corona-Krise belastet den Immobilienmarkt". Wir denken, dass diese Aussage ungenau ist (und im Text auch wieder teilweise revidiert wird). Besser und genauer wäre die Überschrift "Corona-Krise belastet Teil-Immobilienmärkte". Denn nach Meinung vieler Experten betrifft dies nicht den Markt der Wohnimmobilien, dazu Meldungen von Ende April und aus dem Mai:

27.4.20 im immobilienmanager: Preisanstieg bei Eigentumswohnungen

19.5.20 Manager Magazin: Immobilienbranche erwartet Preisanstieg trotz Corona

20.5.20 Deal Magazin: Wohnimmobilienmarkt auf Vor-Corona-Nivea

 

Verwunderlich sind diese Aussagen nicht. Immobilien sind Sachwerte, und auch wenn man pessimistisch auf die Zukunft blickt, wie dies das "Urgestein" der Fondsbranche Kaldemorgen in einem Interview der NZZ tut, so empfiehlt dieser gerade wegen der nicht so rosigen Aussichten " Wir alle werden durch die Krise ärmer" neben Aktien und Gold auch Sachwerte. Und Immobilien sind Sachwerte.

Gerade jetzt wäre vor dem Immobilienerwerb Durchblick besonders wichtig

Einerseits - wenn man einen Blick auf die Folgen der zunehmenden Staatsverschuldung aufgrund der Hilfsmassnahmen zur Überwindung der Corona-Krise wirft, spricht vieles für die Sicherheit, die eine Immobilie als Geldanlage bietet. Andereseits- wird der Kapitalanleger aus der Vermietung der Wohnung auch in Zukunft noch genügend Einnahmen erwirtschaften?

Was im April so zu Immobilien geschrieben wurde

Immobilien wird eine besondere Widerstandsfähigkeit gerade in Krisenzeiten zugeschrieben. Aber gilt dies auch in der Corona-Krise und vor allem im Anschluss an die Corona-Krise. Dazu gab es einige interessante Pressemeldungen im April:

Bei einer Immobilie als Geldanlage spielt insbesondere die zu erzielende Miete eine wichtige Rolle. Wie ist das nun, wenn das Wirtschaftswachstum einbricht. Hier trifft das Institut der deutschen Wirtschaft eine beruhigende Feststellung für Immobilienbesitzer: „  Daten aus der Finanzkrise würden zeigen, dass die Mieten nur in Boom-Phasen mit dem BIP korrelieren. In Krisen stagnieren Mieten hingegen“. Oder auf „deutsch“: Läuft die Wirtschaft gut, steigen Mieten. Gibt es eine Krise, so bleiben die Mieten stabil. (Link AssCompact 22.04.20). Auch die Wirtschaftswoche berichtet beruhigend zu dieser Studie (Link WiWo 20.4.20). Eine Stabilität des Marktes zeigt auch eine Auswertung der Immobilienplattform Immoscout (Link). Wenn Sie doch negative Nachrichten zum Immobilienmarkt lesen, achten Sie bitte darauf, dass es nicht den Immobilienmarkt gibt, so unterscheidet man zum Beispiel den Büro-Immobilienmarkt vom Wohn-Immobilienmarkt und es kommt auf den Standort an. Eine Untersuchung hierzu wird im Deal Magazin vom 9.4.20 betrachtet (Link). Ganz grundsätzlich beurteilt auch ein großer bankenabhängiger Immobilieninvestor den Markt der Wohnimmobilien als wenig krisenanfällig (Link- im immobilienmanager 6.4.20)

25.3.20 Immobilien und Corona -Nachrichten aus dem März

25.03.2020   Meldungen zum Immobilienmarkt in der Corona-Krise

Vereinzelt finden sich Meldungen, die sinkende Immobilienpreise propgnostizieren. Zum Beispiel in zdf heute vom 21.3.20 Diese Meldung spricht gar von einem Preiseinbruch von 30%, wenn die Konjunktur einbricht und Immobilienbesitzer zum Verkauf gezwungen sein sollten. Dem widersprechen aber diverse Meldungen aus letzter Zeit:

 Zum Beispiel aktuell im Corona Ticker der Immobilienzeitung vom 25.3.20 um 10:20 10:20 Uhr „RICS: Assetklasse Wohnen vergleichsweise weniger betroffen: „Der Verband der Immobiliensachverständigen, RICS, rechnet damit, dass die Corona-Krise auf Wohnimmobilien vergleichsweise geringe Auswirkungen haben wird. Die Turbulenzen an den Börsen sowie die in Relation zu anderen Assetklassen sichereren Mieteinnahmen machten Wohnimmobilien für institutionelle Investoren in Krisenzeiten "eher interessant".

Colliers International betont sogar, dass Wohnimmobilien eine der krisensichersten Anlageklassen sind (23.3 Immobilienmanager.de)

Savills dagegen wagt kurz-, mittel- und langfristige Vorhersagen zum Immobilienmarkt. Dabei ist aber zu beachten, dass sich diese Aussagen primär auf instituionelle Anleger bezieht. Diese Immobilienmärkte unterscheiden sich durchaus von Immobilienmärkten für Privatanleger. Dieser Beitrag ist im Deal-Magazin zu lesen.

Wichtig ist es, grundsätzlich Immobilien als eine von sehr vielen unterschiedlichen Anlageklassen zu sehen. Insofern wirkt die Entscheidung der EZB, die langfristige Kreditvergabe an Banken auszuweiten, verstärkt  in Hinblick auf steigende Nachfrage nach Immobilien und damit steigende Preise. Mehr dazu hier.

3.3.20 Corona-Virus drückt Baufinanzierungszinsen auf Rekordtief

Natürlich erfolgt dies nicht direkt. Die weiteren Zinssenkungen für Immobilienfinanzierungen sind vielmehr eine Folge der Maßnahmen der Zentralbanken um die Finanzmärkte zu beruhigen. Für Anleger, die in Immobilien investieren möchten und den Erwerb der Immobilie finanzieren möchten, bietet diese Situation natürlich besondere Vorteile. Viele Anleger sind überrascht, wenn wir Ihnen in (unverbindlichen) Beratungsgesprächen aufzeigen, welche Chancen sich heute ergeben. Auch Sie haben die Möglichkeit sich kostenlos und unverbindlich beraten zu lassen. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.

Den Beitrag aus der Finanzwelt können Sie hier lesen.

Warnungen der Bundesbank im Rückblick

18. Febr.20 Der renommierte Blog finanz-szene.de hat sich einmal im Rückblick seit 2013 angeschaut, wie die Bundesbank in ihren Monatsberichten die die Preisentwicklung am Immobilienmarkt beurteilt. "Preisübertreibungen" werden danach seit Jahren gesehen. Für die Käufer, aber die 2013 eine Immobilie gekauft haben, bedeutet die bisherige Entwicklung keine "Übertreibung" sondern einen Gewinn. Es gibt viele Gründe für die jährlichen Preisanstiege. Besonders bedeutend ist dabei, dass die Zinsen für andere Geldanlagen einfach zu niedrig sind. Und es gibt viele Gründe, dass dies so bleibt. Es muss also keineswegs zu spät sein, eine Immobilie zu erwerben.

Bundesbank sieht keine Immobilienblase, Marktkenner sieht weiteres Preissteigerungspotential und wir sagen, wo die Risiken liegen könnten

 10.2.2020 Wenn man die Nachfrage kennt, kann man auch recht gut das Preissteigerungspotential voraussagen. Dies gilt eigentlich für alle Märkte. Anders als aber bei Aktien kann man im Immobilienmarkt leichter die notwendigen Informationen erheben. Von daher ist zu erwarten, dass einer der großen Internetfinanzierungsanbieter, recht haben könnte: Die Immobilienpreise steigen. Für diejenigen, die eine Immobilie als Kapitalanlage kaufen möchten, macht es also wenig Sinn zu lange zu warten. Einziger Trost: Die Zinsen für die Finanzierung bleiben niedrig. (Link zum Beitrag). Und was sagt die Bundesbank? "Keine Gefahr einer Immobilienblase". Aber: Kritisch betrachtet sie die Kreditvergabe durch die Banken. (Link). Und nun FORAIM: Die wesentliche Gefahr könnte darin liegen, Kredite für den Immobilienkauf nur noch zu deutlich erschwerten Bedingungen zu bekommen. Es gibt da nämlich ein Gesetz, durch das es den Banken verboten werden könnte, Immobilienkredite in der bisherigen Form zu vergeben. Lesen Sie dazu auf unserem Blog FINANZENLOUNGE: Schubladengesetz kann Immobilienerwerb dann erschweren, wenn die Kapitalschutzfunktion der Immobilie notwendig wird

 

 

Weiter unten finden Sie ältere Marktinformationen (Archiv)

Archiv: Ältere Marktinformationen

WIE EINE ZUSÄTZLICHE GELDSCHWEMME DEN IMMOBILIENMARKT WEITER BEFEUERN KANN

private banking magazin 7.1.2020

Allgemein anerkannt ist, dass das Niedrigzinsniveau eine wesentliche Ursache für die gestiegenen Immobilienpreise ist. Noch gibt es allerdings Papiere in den Depots professioneller Anleger, die noch etwas an Zinsen abwerfen. Das Immobilien Beratungsunternehmen Jones Lang Lasalle (JLL) weist allerdings darauf hin, dass bald zusätzlicher Anlagebedarf besteht, weil in den nächsten fünf Jahren deutsche Staatsanleihen im Wert von über 800 Milliarden € auslaufen. Wenn sich bis dahin keine Änderung in der Zinssituation gegeben haben, dürfte ein Großteil dieser Gelder in den Immobiliensektor investiert werden. Es erscheint klar, dass von daher weiteres Potenzial für steigende Preise besteht. Weil rund 24 % der investierten Gelder in Wohnimmobilien investiert werden, dürfte dies auch Auswirkungen für Privatanleger haben, die planen in diesem Segment ein Teil ihres Kapitals zu bilden. Zum Beitrag

MEINUNG ZUR ENTWICKLUNG DES DEUTSCHEN IMMOBILIENMARKT

The Property Post 2.1.2020

In diesem ausführlichen Beitrag wird ausführlich abgewogen, ob es einen Einbruch am deutschen Immobilienmarkt geben wird? Wesentlich scheint die weitere Zinsentwicklung: "Bleiben die japanischen Verhältnisse in der Zinspolitik der EZB auch über die nächsten Jahre bestehen, wird ein großer Einbruch der Immobilienmärkte vorerst ausbleiben." Hier gelangen Sie zum Beitrag: Deutsche Immobilien bleiben vorerst ein sicherer Hafen für Immobilieninvestments

IMMOBILIENMARKT - KOMMT BEI UNS, WAS IN CHINA SCHON WAR?

Handelsblatt 28.12.2019

Aus manchen Finanznachrichten kann man sehr viel lernen, insbesondere wenn man zwischen den Zeilen liest. So war heute (28.12.2019) im Handelsblatt zu lesen: „Investoren entdecken Chinas Milliardenmarkt.“ Mit unserem Hinweis auf diesen Artikel geht es uns aber nicht darum, die Entwicklung, Chancen und Risiken des chinesischen Immobilienmarktes zu beurteilen. Vielmehr fanden wir es interessant, dass China aufgrund der Instabilitäten im Finanzsektor über Jahre versucht hat den Immobilienerwerb einzuschränken, um einer Immobilienblase vorzubeugen.

„Als 2006 allein im ersten Halbjahr ausländische Investitionen in Höhe von mehr als zwei Milliarden Dollar in den chinesischen Immobiliensektor strömten - 45 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum -, reagierte Peking. Um den heimischen Markt vor einer Überhitzung zu bewahren, wurde der Sektor auf eine Negativliste gesetzt.“ … „Dabei ging Peking nicht nur gegen Schattenbanken vor, sondern legte Banken und Geldinstituten auch immer strengere Regeln zur Kreditvergabe auf.Das wiederum hatte zur Folge, dass es sowohl potenzielle Eigentumsbesitzer als auch Immobilienunternehmen schwerer hatten, an neue Darlehen zu kommen.“

Zwischen den Zeilen lesen bedeutet, auch mögliche Parallelen zu entdecken. Vor dem Hintergrund unseres schwachen Bankensektors wird auch bei uns immer wieder vor einer Immobilienblase gewarnt. Was bei uns allerdings noch nicht der Fall ist, sind strengere Regeln zur Kreditvergabe durch Banken. Solche Regeln könnten es potentiellen Immobilienerwerber besonders dann erschweren, eine Immobilie zu erwerben, wenn dies sehr offensichtlich Sinn macht. Weil eben zum Beispiel die Banken noch schwächer geworden sind und man dann endlich mehr in Betongold investieren möchte. In diesem Zusammenhang scheint es uns immer wieder Sinn zu machen auf das von uns als Schubladengesetz bezeichnete Gesetz zur Vorbeugung von Immobilienblasen hinzuweisen. Auch dieses Gesetz könnte es erschweren, Immobilien zu erwerben, jedenfalls dann, wenn ein Kredit dazu benötigt wird. Mehr Informationen finden Sie dazu auf unserem Blog FINANZENLOUNGE oder Sie besuchen eine unserer Veranstaltungen zum Immobilienerwerb.

Berliner Mietendeckel

Aktueller Stand zum Berliner Mietendeckel

Dez. 2019 Der Berliner Senat hat die Gesetzesvorlage bereits beschlossen. Die Vorlage ist an das Abgeordnetenhaus weitergeleitet worden und soll im Januar oder Februar endgültig beschlossen werden. Ziel ist es, dass das Gesetz im März 2020 in Kraft tritt. Es ist zwar denkbar, dass an dem Gesetzesentwurf noch Änderungen vorgenommen werden, dennoch sollten sich Kapitalanleger, die in Berlin Immobilien erworben haben, schon einmal grundsätzlich mit dieser Thematik befassen. Nach den bis jetzt vorliegenden Informationen sollen Mieten für bestehende Mietverhältnisse allerdings erst neun Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes angewendet werden. Weil bei einem Verstoß gegen dieses Gesetz hohe Ordnungstrafen drohen können, empfiehlt es sich schon jetzt einmal grundsätzlich mit dieser Thematik zu befassen Hierzu zwei Links mit weiterführenden Informationen:

Bitte beachten Sie, dass diese Information keine Rechtsberatung darstellen und ersetzen. Bitte beachten Sie weiter, dass sich Änderungen im Laufe des Gesetzgebungsverfahren ergeben können.

Immobilienprofis erwarten auch in 2020 weiter steigende Preise

Dez. 2019 Das private und unabhängige Beratungs- und Forschungsunternehmen mit Sitz in Zürich FPRE Fahrländer Partner Raumentwicklung hat unter 985 bundesdeutschen Teilnehmern die Ergebnisse einer Umfrage zur Preisentwicklung von Immobilien und Mieten veröffentlicht. Die überwiegende Anzahl der Befragten erwarteten nächsten zwölf Monaten weiterhin steigende Preise für Wohneigentum und im Bereich dem Wohnungsmieten. Im Bereich der Wohnungsmieten bildet Berlin allerdings eine Ausnahme. Bedingt ist dies sicherlich durch den Mietdeckel.

Nicht nur 2020 weitersteigende Immobilienpreise sondern möglicherweise weit darüber hinaus

Der internationale Immobiliendienstleister Savills erwartet für 2020 einen weiteren sogenannten Superzyklus am deutschen Immobilienmarkt, wobei dieser weit über das Jahr 2020 hinausreichen könnte. Generell wird die Erwartung steigender Preise aus dem anhaltend niedrigen Zinsniveau abgeleitet. Im Vergleich mit festverzinslichen Wertpapieren bieten Immobilien insbesondere für institutionelle Anleger immer noch eine attraktive Rendite. Speziell bei dem Wohnungsmarkt kommt hinzu, das immer noch nicht bedarfsdeckend gebaut wird. Denkbar sei zwar eine zunehmende politisch indizierte Regulierung. Einige internationale professionelle Marktteilnehmer könnte dies von Investitionen abhalten, aber eben nicht alle.

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